Keine Teilnahme an der VENUS ab 2026
Leider können wir als Looner e.V. ab 2026 nicht mehr mit einem eigenen Stand auf der VENUS Berlin vertreten sein.
Diese Entscheidung haben wir uns nicht leicht gemacht. Unsere bisherigen Auftritte auf der VENUS waren für uns etwas Besonderes. Die vielen Gespräche mit Besucherinnen und Besuchern, anderen Ausstellern und Mitarbeitenden haben uns immer wieder gezeigt, dass unser Verein und unser Thema eine interessante und außergewöhnliche Bereicherung für die Messe sein können.
Warum wir nicht mehr teilnehmen können
Der Looner e.V. ist ein nicht gewinnorientierter Verein. Wir verkaufen auf der Messe keine Produkte und erzielen mit unserer Präsenz keine nennenswerten Einnahmen. Unser Ziel war vielmehr, aufzuklären, Berührungsängste abzubauen, Menschen miteinander ins Gespräch zu bringen und einem ungewöhnlichen, häufig stigmatisierten Thema ein seriöses Gesicht zu geben.
Genau das macht die Finanzierung einer solchen Messepräsenz jedoch zunehmend schwierig.
Die Kosten beschränken sich längst nicht auf die reine Standfläche. Hinzu kommen Messe- und Nebenkosten, Standbau und Ausstattung, technische Leistungen, Transport, Zulieferer sowie Personal- und Organisationskosten. Diese Kosten sind in den vergangenen Jahren kontinuierlich gestiegen und erreichen inzwischen eine Größenordnung, die wir als kleiner Verein nicht mehr aus eigenen Mitteln finanzieren können.
Für eine Teilnahme 2026 hätten wir insgesamt einen Betrag von mehreren Tausend Euro aufbringen müssen.
Zwischen gesellschaftlichem Anspruch und fehlender Finanzierung
Besonders bedauerlich ist für uns, dass gerade kleine Vereine wie unserer bei diesem Thema schnell zwischen alle Stühle geraten.
Wir beschäftigen uns mit einem gesellschaftlich stark stigmatisierten Nischenthema. Eine öffentliche, sachliche und verantwortungsvolle Darstellung kann helfen, Vorurteile abzubauen und Menschen zu zeigen, dass hinter ungewöhnlichen Interessen ganz normale Menschen stehen.
Gleichzeitig stehen uns für eine solche Arbeit keine entsprechenden öffentlichen Fördermittel zur Verfügung. Auch die Suche nach Sponsoren gestaltet sich ausgesprochen schwierig: Viele Unternehmen möchten aufgrund des ungewöhnlichen Themas nicht öffentlich mit unserem Verein oder unserer Arbeit in Verbindung gebracht werden.
Damit fehlen genau die Finanzierungsmöglichkeiten, auf die ein nicht kommerzieller Verein bei einer Veranstaltung dieser Größenordnung angewiesen wäre.
Das ist für uns besonders schade, weil die Rückmeldungen während unserer bisherigen Messeauftritte überwiegend sehr positiv waren. Sowohl von Besucherinnen und Besuchern als auch aus dem Umfeld der Messe haben wir immer wieder gehört, dass unser Stand auffällt, Gespräche anstößt und eine Bereicherung darstellt.
Positive Resonanz allein finanziert jedoch leider keinen Messestand.
Auch seitens der Messe gibt es für uns letztlich keine Lösung, welche die Gesamtkosten auf ein für einen kleinen, nicht kommerziellen Verein dauerhaft tragbares Niveau reduzieren würde. Wir verstehen selbstverständlich, dass auch ein Messeveranstalter wirtschaftlich arbeiten muss. Gleichzeitig können wir als Verein mehrere Tausend Euro pro Jahr nicht dauerhaft aus Mitgliedsbeiträgen und privaten Spenden finanzieren.
Deshalb endet unsere VENUS-Präsenz
Solange sich an diesen Rahmenbedingungen nichts grundlegend ändert, können wir eine Teilnahme an der VENUS leider nicht mehr verantworten.
Das bedeutet nicht, dass wir der VENUS oder ihren Besucherinnen und Besuchern den Rücken kehren möchten. Ganz im Gegenteil: Wir hätten unsere Präsenz gerne fortgeführt.
Aber Engagement allein kann fehlende finanzielle Mittel nicht ersetzen.
Sollten sich zukünftig neue Fördermöglichkeiten, Sponsoren oder andere Rahmenbedingungen ergeben, die eine für unseren Verein finanzierbare Teilnahme ermöglichen, schließen wir eine Rückkehr ausdrücklich nicht aus.
Bis dahin bedanken wir uns bei allen Besucherinnen und Besuchern, Mitarbeitenden, Unterstützern und Wegbegleitern, die unsere bisherigen Auftritte auf der VENUS zu etwas Besonderem gemacht haben.
Looner e.V.
Gemeinschaft, Aufklärung und Sichtbarkeit – auch für ungewöhnliche Interessen.
